Gitega

7. März 2009

Letztendlich hat es nun also doch noch geklappt, seit Dienstag bin ich nun im Landesinneren, genauer gesagt in Gitega. Das erste was auffällt, ist, dass es hier noch weniger Weiße gibt und dass man somit noch häufiger „Muzungu“ hört, nicht immer unfreundlich gemeint, sondern manchmal auch nur als Begrüßung: „Hallo Muzungu, wie geht’s?“ Und auch wenn ich noch immer nicht fließend Kirundi spreche sondern über ein paar Floskeln bis jetzt nicht hinauskomme, so ist das Erstaunen doch meistens groß…
Gitega also, was gibt es hier? Um es kurz zu machen: nichts besonderes. Einen Markt, der zumindest ein bisschen ruhiger ist als der in Bujumbura, ein paar Geschäfte, Restaurants, in denen es meistens das gleiche gibt und ein Museum.
Ich wohne in einem Heim für körperlich Behinderte Kinder, das von katholischen Schwestern geführt wird. Bis zur Berufsschule der Fondation Stamm sind es genau sieben Minuten zu Fuß. Dort bin ich bis jetzt jeden Morgen gewesen und hab mir erst einmal einen Überblick verschafft. Nächste Woche werde ich dann beginnen in der Elektriker- und Kochausbildung Englischunterricht zu geben.
Am Mittwoch ist das Heim der Fondation, in dem 15 Jungs leben, umgezogen. Die Mieterhöhung hat sie dazu gezwungen. Das neue Haus ist jetzt zwar kleiner aber immer noch in Ordnung, außer dass es bis jetzt noch kein Wasser gibt.
Die Wasserversorgung ist hier generell ein Problem und man muss sich wirklich umstellen, wenn man aus Bujumbura kommt, wo es so gut wie immer Wasser gibt und wo man das Wasser aus der Leitung sogar trinken kann! Jetzt heißt es halt Wasser aus der Zisterne holen und sich dann damit Waschen, aber die letzten zwei Tage kam sogar ein kleines Rinnsal aus dem Wasserhahn…
Soweit also ein kurzer Einblick in den neuen Abschnitt meines FSJ. Land und Leute genauer zu beschreiben fällt mir im Moment ein bisschen schwer, da für mich alles schon normal geworden ist. Aber vielleicht kommt bald noch was, hier hab ich auf jeden Fall mehr Zeit und die Abende sind meistens sehr ruhig. Bis jetzt ist es noch ganz entspannend und wenn es mir zu langweilig wird kann ich ja wieder zurück in den Hauptstadtstress von Bujumbura, geplant sind ohne hin nur vier Wochen hier, aber mal sehen, vielleicht wird es auch länger…

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